Anwalt Krankenversicherungsrecht Sofort handeln – Fristen beachten

Viele unsere Mandate betreffen das Krankengeld oder Krankentagegeld. Wenn die gesetzliche Krankenversicherung bei einer Arbeitsunfähigkeit das Krankengeld nicht mehr auszahlt, ist Eile geboten. Dann hilft nur noch ein Widerspruch und als letztes Mittel die Klage vor den Sozialgerichten. Gesetzlich finden Sie diese Regelungen im Sozialgesetzbuch (SGB). Zahlt die Private Krankenversicherung (PKV) nicht die Behandlung oder verweigert das Krankentagegeld ist die finanzielle Belastung enorm. Warten Sie nicht ab, sondern nutzen Sie unsere Rechtsberatung im Sozialversicherungsrecht und Versicherungsrecht.

Arbeitsunfähig und krank

In dieser Beratung können wir bereits abschätzen, ob ein Widerspruch der richtige Weg für Sie ist. Wir sind fokussiert auf das Krankenversicherungsrecht, Sozialversicherungsrecht und Vertragsrecht. Vor der Kanzleigründung war Rechtsanwältin Sandra Fösken in verschiedenen Funktionen im Gesundheitswesen und auf Seiten der Krankenkassen tätig. Die Konflikte mit der gesetzlichen Krankenversicherung, Rentenversicherung und Pflegeversicherung fällt unter das Sozialversicherungsrecht, die Erstattung von Kosten bei der privaten Krankenversicherung gehört in das Versicherungsrecht und Vertragsrecht.

Kosten der Erstberatung

In der ersten telefonischen Beratung erhalten Sie eine rechtliche Einschätzung und eine Checkliste für das weitere Vorgehen. Muss ein Widerspruch, eine Klage, eine Beschwerde an die gesetzliche oder private Krankenversicherung oder an den Arzt, die Klinik, die Abrechnungsstelle, die Beihilfe gesendet werden, teilen wir Ihnen dies schnellstmöglich mit. Die Kosten für die erste Beratung liegen bei 190,00 EUR zzgl. 19% Mehrwertsteuer. Sie erhalten von uns klare Aussagen für das weitere Vorgehen. Ist für die abschließende Beratung die Einsicht in umfangreiche Unterlagen notwendig, sieht die Rechtsanwaltsgebührenordnung eine Vergütungsvereinbarung vor. Unser Stundensatz liegt konstant bei 190,00 EUR netto. Beim außergerichtlichen Weg ist die Einigung mit der Gegenseite das Ziel. Wenn keine Einigung möglich ist, unterstützen wir Sie bei der gerichtlichen Durchsetzung bundesweit. Wir arbeiten mit einem festen Team von bundesweiten Kooperationsanwälten zusammen.

Leistungen der Privaten Krankenversicherung

In welchem Umfang die Private Krankenversicherung Leistungen und Krankentagegelder ablehnen darf, hängt auch stark vom Leistungskatalog und dem gewählten Tarif der Versicherung ab. Wenn Therapien, eine Klinikaufenthalt, Arzneimittel oder Hilfsmittel abgelehnt werden und diese für den Patienten oder Patientin medizinisch notwendig sind, ist es unsere Aufgabe als Anwalt, Ihre Interessen zu vertreten – außergerichtlich gegenüber der Krankenversicherung direkt und auch gerichtlich, wenn Klage geboten ist.

Kein Krankengeld mehr

Allgemein erhalten Versicherungsnehmer bei Krankheit ab der 6. Woche einer Arbeitsunfähigkeit Krankengeld. Aber es bestehen Ausnahmen: Das Krankengeld kann ruhen, gekürzt werden oder wegfallen. Das bereits bezahlte Krankengeld kann von der Krankenkasse auch zurückgefordert werden.

Krankenkasse zwingt zur Reha

Fordert die Krankenkasse den Versicherten auf, einen Reha-Antrag zu stellen, sind die Fristen in dem Schreiben der Krankenversicherung zu beachten (§ 51 SGB V). Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen kurzfristig.

Rentenversicherung lehnt Reha ab

Kommt die Deutsche Rentenversicherung zu dem Ergebnis, dass eine Reha keine Aussicht auf Erfolg hat, ist es notwendig, einen Rechtsanwalt zur Prüfung einzuschalten. Wichtig ist, dass der Versicherungsnehmer alle Mitwirkungspflichten wahrnimmt und Fristen einhält. Solange der Rentenversicherungsträger nicht festgestellt hat, ob eine verminderte Erwerbsfähigkeit vorliegt, ist ein Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit zu prüfen (Nahtlosigkeit, § 145 SGB III).

Neue Behandlungen und Methoden in der Medizin

Neue Behandlung (NUBs) bei Krebs, Prostata, Knochen, Gelenke, Psychischen Erkrankungen u.a. dürfen in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung zulasten der Krankenkassen nur erbracht werden, wenn der Gemeinsame Bundesausschuss dazu in den Richtlinien eine Empfehlung abgegeben hat ( § 135 SGB V). Eine Erstattung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch möglich, wenn Lebensgefahr besteht und die gängigen Therapien ausgeschöpft sind. Hier beraten wir Sie und prüfen die Durchsetzbarkeit der Übernahme der Kosten durch die GKV oder PKV.

PKV verweigert Krankentagegeld

Wir schauen uns die Begründung Ihrer Krankenkasse an, ob diese mit dem Gesetz und der Rechtsprechung in Einklang steht. Der Blick in die Versicherungsbedingungen im Zeitpunkt des Abschlusses Ihres Versicherungsvertrages gehört ebenfalls zu unseren Aufgaben.

Hilfsmittel und Therapien abgelehnt

Wenn die Private Krankenversicherung die Kostenübernahme ablehnt, muss der Leistungsanspruch im Einzelfall überprüft werden. Es ist zu prüfen, ob die Leistung vom Tarif umfasst ist.

Der Zahnersatz sitzt nicht

Geht es allein um die technische Beschaffenheit des Zahnersatzes, kann der Zahnarzt nachbessern. Scheitert die Nachbesserung, kommt ein Schadensersatz und ggf. ein Schmerzensgeld in Betracht.

Kein Krankengeld bei Schönheits-OPs

Bei medizinisch nicht notwendigen Behandlungen wie eine ästhetische Operation, Tätowierung oder Piercing kann die Krankenkasse das Krankengeld unter bestimmten Voraussetzungen einfrieren.

Aktuelle Probleme mit der Krankenversicherung

Häufig gestellte Fragen zu Ihrem Anwalt für Krankenversicherungsrecht

Auch als GKV-Versicherter ist eine Behandlung bei Privatärzten bei bestimmten Tarifen möglich. Die Abrechnung erfolgt dann direkt mit dem Patienten und nicht über die Krankenkarte der GKV. Wer bei einem zugelassenen Kassenarzt wie ein Privatpatient behandelt werden möchte, sollte nach zusätzlichen Wahltarifen fragen. So bieten einige Kassen gegen Zusatzbeiträge die Kostenerstattung an. Die Abrechnung erfolgt dann direkt mit dem Patienten, der die Gebührenrechnung anteilig von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet bekommt.

Jeder, der in der GKV versichert ist, kann nach 12 Monaten die Krankenversicherung wechseln. Dies ist seit 01.01.2021 vereinfacht mit einem Antrag bei der neuen Krankenversicherung möglich. Es ist nicht mehr notwendig bei der alten Krankenkasse zu kündigen. Der Wechsel ist auch bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) möglich. Möchten Versicherte das System der gesetzlichen Krankenversicherung verlassen, um beispielsweise in die private Krankenversicherung zu wechseln oder sie ziehen ins Ausland, ist eine Kündigung bei ihrer Krankenkasse notwendig.

Versicherte mit einer privaten Krankenversicherung können in der Regel nicht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Es gibt aber Ausnahmen, wenn eine Versicherungspflicht bejaht werden kann und das Gehalt unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) sinkt (§ 5 und § 6 SGB V). Bei über 55-jährigen Versicherten kann ein Wechsel ebenfalls geprüft werden, wenn der Versicherte einen Minijob ausübt und eine Familienversicherung besteht. Privatversicherte mit neuem Wohnort im Ausland haben unter Umständen auch die Möglichkeit ihre PKV zu kündigen. Bei der Rückkehr nach Deutschland ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Bei Inanspruchnahme von Elternzeit. Anderes gilt, wenn die Mutter oder der Vater in Teilzeit arbeiten. Auch ruht der Anspruch bei Bezug von Übergangsgeld oder Arbeitslosengeld. Das Krankengeld ruht auch, wenn der Versicherte den Antrag auf Rehamaßnahmen nicht stellt (§ 51 SGB V). Kommt der Versicherte dieser Aufforderung nicht fristgerecht nach, ruht mit Ablauf der Frist der Anspruch auf Krankengeld.

Wenn das Krankengeld 78 Wochen wegen derselben Erkrankung ausgeschöpft worden ist, endet die Mitgliedschaft als Pflichtversicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung. Es ist dann zu prüfen, ob der Versicherungsnehmer als freiwilliges Mitglied im Wege einer Anschlussversicherung, § 188 Abs. 4 SGB V Familienversicherung versichert werden kann.

Wenn Krankengeld und Rente sich überschneiden, etwa, wenn die Rente rückwirkend gezahlt wird, verrechnen Krankenkasse und Rentenversicherungsträger die Leistungen.

Rechtliche Beratung im Krankenversicherungsrecht

Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Wir erklären Ihnen, welche Unterlagen wir benötigen und besprechen kurz die weitere Vorgehensweise. Wenn eine Rechtschutzversicherung vorhanden ist, sollte die Frage der Deckung mit ihrer Rechtschutzversicherung geklärt werden. Wir helfen Ihnen dabei!